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FRANK GROHMANN

Psychoanalytiker

Psychoanalytische Praxis, Supervision, Beratung, Forschung & Lehre


»Es war eine der ersten Anwendungen der Psychoanalyse, dass sie uns die Gegnerschaft verstehen lehrte, die uns die Mitwelt bewies, weil wir Psychoanalyse trieben.«

Sigmund Freud 1933

AKTUELL

 

Seminar: »Psychoanalyse und Kapitalismus«

 

Das als fortlaufende Veranstaltung gedachte Seminar untersucht das Spannungsverhältnis zwischen einerseits den Entstehungsbedingungen der Psychoanalyse im Kapitalismus und andererseits der gerade aus der Begründung der Psychoanalyse sich ergebenden Kapitalismuskritik. Dabei gilt es zunächst das Feld, auf welchem dieses Spannungsverhältnis sich historisch abgebildet hat, in den Blick zu nehmen, — ausgehend von ausgewählten Texten von K. Marx, entlang der Schriften linker, sozialistischer Psychoanalytiker der ersten und zweiten Generation, über den Anspruch der »Kritischen Theorie« und den Sackgassen des Freudo-Marxismus, bis hin zu einer psychoanalytisch inspirierten Sozialpsychologie. Ferner werden entlang dieser Schnittstellen zentrale Begriffe wie Subjekt und Objekt, Wert und Verwertung, Arbeit und Fetischismus mit den gegenwärtigen Herausforderungen kritischer Gesellschaftstheorie konfrontiert.

 

 

 

 

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»Junktim #2 — Alles was Recht ist?«

 

Auch wenn Sigmund Freuds Frage an den Juristen Hans Kelsen, nämlich: ob es einen anderen Weg gibt als den ärztlichen, um herauszufinden, was in den Köpfen der Menschen vor sich geht, sich ohne viel Zutun als eine rhetorische Frage zu erkennen gibt, so verstehen sich die damit aufgeworfenen weiteren Fragen keineswegs von alleine. Tatsächlich sind diese so alt wie die Psychoanalyse selbst. Und es ist von daher, dass wir uns dazu entschlossen haben, jenen Fragen in diesem zweiten Heft von Junktim nachgehen zu wollen. Zugleich sind Antworten auf diese Fragen heute, achtzig Jahre nach Sigmund Freuds Tod, wie es scheint, dringlicher geboten als jemals zuvor. Als vorläufiges Ergebnis der hier vorgestellten Untersuchungen ergibt sich nicht nur, dass man bei der Auseinandersetzung mit diesen Fragen unweigerlich auf die Herausforderung stößt, wie sich die psychoanalytische Disziplin überhaupt begründen, also: auf eigene Beine stellen lässt, sondern darüber hinaus, dass Freud sich in diesem Zusammenhang nicht von ungefähr mit seiner Frage an einen Rechtswissenschaftler gewendet hat.
Denn nicht nur die obige Frage Freuds an Kelsen, sondern auch dessen ›Unterredung mit einem Unparteiischen‹ über die Frage der Laienanalyse, betrifft und eröffnet in diesem Sinne das Thema der Verbindung zwischen Psychoanalyse und Rechtswissenschaft: insofern die Frage der Laienanalyse die Frage der Psychoanalyse ist, und weil gerade die Begründung der Psychoanalyse als Laienanalyse die Verwandtschaft der »inneren Entwicklungsmöglichkeiten« der Psychoanalyse mit jenen der Rechtswissenschaft zu Tage bringt, — zumindest mit den inneren Entwicklungsmöglichkeiten von Hans Kelsens ›Reiner Rechtslehre‹. Und so benennt das Freud’sche Wort vom »Junktim« nicht nur das einzig die Psychoanalyse auszeichnende »kostbare Zusammentreffen« von Heilen und Forschen als einen ihrer Grundsteine, sondern legt dieser juridische Begriff es zudem nahe, ausgehend von jener Bemerkung des Begründers der Psychoanalyse, das Verhältnis von psychoanalytischem und juridischem Diskurs überhaupt zu untersuchen.

 

 

 

Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

19. August, 2. &. 16. September 2019

Der Stellenwert der Hysterie für die Begründung der wissenschaftlichen Psychoanalyse: Von den »Studien über Hysterie« zum »Bruchstück einer Hysterie-Analyse«

Freuds Agorá - Skole for psykoanalysen, Kopenhagen

3. November 2019

Mythos und Signifikant

Psychoanalytische Bibliothek Berlin

28. Januar 2020

Elemente der Psychoanalyse: Hysterie


Freuds Agorá - Skole for psykoanalysen, Kopenhagen

2. Februar 2020

»Diese für unsere Wissenschaftlichkeit beschämende Korrektur«. Überlegungen zum Übertragungsgeschehen und seiner Handhabung

Psychoanalytiker Frank Grohmann  ©  Berlin